Nationale Versorgungsleitlinien
Leitlinienseite "Nationale Versorgungsleitlinien"
Nationale Versorgungsleitlinien entsprechen den methodischen Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und haben eine Registrierung erhalten.
Die Aktualisierung sowohl bezüglich der Gültigkeit bestehender Leitlinien als auch zur Identifikation neuer Leitlinien erfolgt jährlich. Aktueller Stand 10/2026.
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NVL - COPD
- Federführende Herausgeber - Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
- Beteiligung geriatrischer/gerontologischer Fachgesellschaften - Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e. V. (DGG), Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V. (DGGG)
- Quelle - www.versorgungsleitlinien.de
- Verfügbarkeit - Kurz- und Langfassung, Leitlinienreport, Patientenleitlinie, Flyer
- Gültigkeit - abgelaufen seit 07/2026
- Ziele - Verbesserung der Versorgung, Empfehlungen für strukturiertes und optimiertes Management der chronischen Erkrankung
- Geriatrische Relevanz - häufige Komorbidität
- Syndrombezug - nein
- Altersbezug - in der Diagnostik unzureichend berücksichtigt, bei Therapie/Interventionsempfehlung gute Altersabstufung
- Einbezug von Ko-/Multimorbidität - in der Prävention explizit erwähnt, sonst kurze Hinweise auf typisch assoziierte Erkrankungen wie Osteoporose und Kachexie ohne weitere Therapiehinweise
- Weiteres - Kapitel Ernährung und rehabilitative Maßnahmen sehr ausführlich. Hinweise zu chronischer Pflegebedürftigkeit enthalten, keine Aussagen über Zugang zu Versorgungsstrukturen für immobile Patientinnen und Patienten
NVL - Unipolare Depression
- Federführende Herausgeber - Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
- Beteiligung geriatrischer/gerontologischer Fachgesellschaften - keine
- Quelle - www.versorgungsleitlinien.de
- Verfügbarkeit - Kurz- und Langfassung, Patientenleitlinie
- Gültigkeit - bis 09/2027
- Ziele - sektorenübergreifende Verbesserung von Screening, Diagnostik und Therapie der Depression
- Geriatrische Relevanz - häufigste psychische Störung in der Geriatrie
- Syndrombezug - geriatrietypisches Syndrom
- Altersbezug - in Diagnostik (Hinweis auf GDS-15) und Therapie nur mäßig berücksichtigt, Gründe für erhöhtes Nebenwirkungsrisiko der Antidepressiva bei älteren Menschen im Anhang
- Einbezug von Ko-/Multimorbidität - Therapie der Komorbidität von Depression und kardiovaskulären und zerebrovaskuläre Erkrankungen, Tumorerkrankungen, Diabetes mellitus; Chronische Schmerzerkrankungen sowie Demenz und Morbus Parkinson werden beschrieben, Differentialdiagnostik zur Demenz
- Weiteres - keine Beteiligung von geriatrischen Fachgesellschaften an der Entwicklung; keine Hinweise auf assoziierte Funktions-, Aktivitäts- und Teilhabestörungen; keine Aussagen über Zugang zu Versorgungsstrukturen für immobile Patientinnen und Patienten
NVL - Chronische Herzinsuffizienz
- Federführende Herausgeber - Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
- Beteiligung geriatrischer/gerontologischer Fachgesellschaften - Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e.V. (DGG)
- Quelle - www.awmf.org
- Verfügbarkeit - Kurz- und Langfassung und umfangreiche Patienteninformationen sowie Foliensatz und Leitlinienreport abrufbar
- Gültigkeit - in Überarbeitung
- Ziele - Stärkung der patientenzentrierten Versorgung; adäquate Therapie der Grunderkrankungen; Implementierung wiederholter edukativer Elemente zur Verbesserung des Selbstmanagements und der Adhärenz; Optimierung der Therapie zur Vermeidung von Dekompensationen und Krankenhauseinweisungen; verbesserte Koordination aller an der Versorgung Beteiligten (interdisziplinäre Versorgung, Palliativversorgung, sektorenübergreifende Versorgung)
- Geriatrische Relevanz - häufige geriatrische Komorbidität mit altersabhängiger Prävalenz
- Syndrombezug - gering
- Altersbezug - Inzidenz und Prävalenz der chronischen Herzinsuffizienz ist stark altersabhängig
- Einbezug von Ko-/Multimorbidität - eigenes Kapitel zu Komorbiditäten. Multimorbidität bei Diagnostik und Therapie umfassend berücksichtigt. Besonderer Hinweis auf kognitive Beeinträchtigung und Demenz. In der weiterführenden Diagnostik Geriatrisches Assessment empfohlen; geriatrische Aspekte bei pharmakologischen Empfehlungen berücksichtigtomorbiditäten umfassend berücksichtigt, geriatrische Aspekte bei pharmakologischen Empfehlungen berücksichtigt
- Weiteres - eigenes Kapitel zu kardialer Kachexie, Sarkopenie, Frailty sowie zur palliativmedizinischen Versorgung
NVL - Hypertonie
- Federführende Herausgeber - Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
- Beteiligung geriatrischer/gerontologischer Fachgesellschaften - keine
- Quelle - www.versorgungsleitlinien.de
- Verfügbarkeit - Kurz- und Langfassung, Leitlinienreport, Patientenleitlinie, Flyer sowie verschiedene Patientenmaterialien
- Gültigkeit - bis 06/2028
- Ziele - eine verbesserte Versorgung erwachsener Menschen mit Hypertonie in Deutschland, erzielt durch eine Verbesserung der Koordination der verschiedenen Sektoren und Fachdisziplinen. Hierzu gehören verlässliche und allgemein akzeptierte Definitionen des Notwendigen und Angemessenen in Prävention, Diagnostik und Therapie
- Geriatrische Relevanz - sehr hoch
- Syndrombezug - nein
- Altersbezug - Altersabstufung bei den Zielwerten unter Berücksichtigung von körperlichem Zustand Begleiterkrankungen, Krankheitsdauer und Therapieadhärenz. Bei Sturzgefahr und Polymedikation können höhere Blutdruckzielwerte tolerierbar werden
- Einbezug von Ko-/Multimorbidität - Patientinnen und Patienten mit Multimorbidität und Polymedikation werden explizit berücksichtigt
- Weiteres - wenn aus Multimorbidität und Polypharmazie komplexe Fragestellungen resultieren ist Abstimmung mit Ärztin/Arzt der Fachrichtung Geriatrie empfohlen
NVL - Chronische KHK
- Federführende Herausgeber - Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
- Beteiligung geriatrischer/gerontologischer Fachgesellschaften - Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
- Quelle - www.awmf.org
- Verfügbarkeit - Langfassung, Patientenleitlinie, Kurzinformationen und Leitlinienreport
- Gültigkeit - bis 09/2027
- Ziele - Optimierung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit KHK; Verlässliche Definition des Notwendigen und Angemessenen in der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation; Stellung der Patientinnen und Patienten stärken; Effizienzsteigerung und damit Kostendämpfung im Gesundheitswesen
- Geriatrische Relevanz - altersassoziierte Erkrankung
- Syndrombezug - nein
- Altersbezug - wird bei Therapieempfehlungen explizit beachtet, rehabilitative Empfehlungen nicht altersabgestuft
- Einbezug von Ko-/Multimorbidität - bei Risikostratifizierung und Empfehlung von Interventionen / Medikamenten berücksichtigt
- Weiteres - Zugang zu Versorgungsstrukturen für immobile Patientinnen und Patienten nicht geregelt
NVL - Typ-2-Diabetes
- Federführende Herausgeber - Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
- Beteiligung geriatrischer/gerontologischer Fachgesellschaften - Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
- Quelle - www.versorgungsleitlinien.de
- Verfügbarkeit - Kurz- und Langfassung, Leitlinienreport, Flyer sowie verschiedene Patientenmaterialien
- Gültigkeit - bis 05/2028
- Ziele - Vermeidung von Komplikationen und die Steigerung der Lebenserwartung und Lebensqualität, Steigerung der Rate von regelmäßigen Untersuchungen, Ausschöpfung präventiver und therapeutischer Möglichkeiten, die den Heilungsverlauf von Fußläsionen optimieren können, Ausschöpfung diagnostischer Möglichkeiten in ggf. auch bereichsübergreifenden Behandlungsteams
- Geriatrische Relevanz - unabhängiger Hauptrisikofaktor für Fußkomplikationen bei Diabetes ist das Alter
- Syndrombezug - Problematik der Immobilität und Sturzgefahr bei Umsetzung der Therapien werden nicht problematisiert
- Altersbezug - gering
- Einbezug von Ko-/Multimorbidität - Neuropathie und pAVK werden mit berücksichtigt, auf Sehstörungen wird besonders hingewiesen, weitere altersassoziierte Erkrankungen werden nicht berücksichtigt
- Weiteres - Zugang zu den empfohlenen Versorgungsstrukturen für immobile Patientinnen und Patienten bleibt unklar