​Kurzbeschreibung - Instrument zur Erfassung ​instrumenteller Aktivitäten. Es umfasst 8 Bereiche des täglichen Lebens, deren Bewältigung komplexe Anforderungen stellt


​Durchführung - ​Erhebung der Informationen durch direkte Befragung, Befragung der Bezugspersonen/Familienangehörige, Einbeziehung eigener Beobachtungen, Einstufung durch den Interviewer


​Interpretation - Wegen des Schwerpunktes der Items auf der hauswirtschaftlichen Versorgung unterschiedliche Maxima für Frauen und Männer: Frauen max. 8 Punkte, Männer max. 5 Punkte (Werte darunter deuten auf Einschränkungen hin)


Zeitbedarf​ - ca. 5 bis 10 Minuten


Vorzüge - Einfache Durchführung, Fragen weitgehend selbsterklärend, delegierbar


Einschränkungen - Trotz einer 3 bis 5 stufigen Differenzierung innerhalb der einzelnen Aktivitätsbereiche erfolgt letztlich nur eine dichotome Bewertung, der Summenscore ist daher mit hohem Informationsverlust verbunden. Die geschlechtsspezifische Auswertung ist zumindest teilweise überholt. Die Relevanz für die Alltagsbewältigung kann nur aus den Einzelitems ersehen werden


Erstveröffentlichung

  • Lawton MP, Brody EM. Assessment of older people: self-maintaining and instrumental activities of daily living. Gerontologist 1969;9:179-186.

Kurzbeschreibung - Assessment zur Erfassung eines Teilbereiches der instrumentellen Aktivitäten des täglichen Lebens


Durchführung - Addieren des Wertes einer definierten Zahl von Geldscheinen und Münzen in einer Geldbörse


​Interpretation

  • < 45 Sekunden: Selbständigkeit,
  • 45 bis 70 Sekunden: Risiko für Hilfsbedürftigkeit,
  • > 70 Sekunden: erhebliche Hilfsbedürftigkeit

Zeitbedarf​ - bei guter Kooperation ca. 3 bis 5 Min.


Vorzüge - relevantes instrumentelles Handlungsfeld, einfach durchführbar, delegierbar


Einschränkungen - Ergebnis setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten (v.a. Kognition, Sehvermögen und Feinmotorik) zusammen, daher zur Ausprägung spezifischer Schädigungen nur begrenzter Aussagewert, mittlerweile existiert ein Euro-adaptierte Fassung


Erstveröffentlichung

  • Nikolaus T, Bach M, Specht-Leible N, Oster P, Schlierf G. The Timed Test of Money Counting: a short physical performance test for manual dexterity and cognitive capacity. Age Ageing 1995;24:257-258.

weitere Literatur​

  • Nikolaus T, Bach M, Oster P, Schlierf G. The Timed Test of Money Counting: a simple method of recognizing geriatric patients at risk for increased health care. Aging (Milano) 1995;7:179-183.

Info

Assessmentinstrumente können bestimmten Bereichen zugeordnet werden. Hierdurch ergibt sich eine Systematik. Die wichtigsten und in der Geriatrie gebräuchlichsten Instrumente stellen wir Ihnen unter den einzelnen Assessmentbereichen genauer vor.