Barthel-Index
(Hamburger
Einstufungsmanual)
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| Kurzbeschreibung |
Instrument
zur Messung
der Fähigkeit
zur körperlichen Selbstversorgung im Alltag
|
| Fremderhebungsinstrument
mit 10 Items
á 2 bis 4 Stufen |
| insgesamt
sind 0 bis
100 Punkte erreichbar |
| je
nach
Item werden in
5-Punkt-Abstufungen 0 bis maximal 5, 10 oder 15 Punkte vergeben |
| Hinweis ! |
Das
Hamburger Einstufungsmanual
(Download
unter: www.bag-geriatrie.de)
ist verbindlicher
Einstufungsstandard für den Barthel-Index gemäß den
Ziffern U50.- der ICD-10-GM ab Version 2005 und gemäß der
Begutachtungs-Richtlinie Vorsorge und Rehabilitation des MDS vom Okt.
2005. Andere Versionen - insbesondere die in
der
Praxis immer wieder zu findenden verkürzten Itemabstufungen
„selbständig“, „mit Hilfe“ oder „nicht möglich“ -
genügen diesen Anforderungen nicht und schränken die
Aussagekraft des Instrumentes erheblich ein (vgl. die Beispiele 5
zur angemessenen
Bewertung von Assessmentdaten). |
| Durchführung |
Der
Einstufung sollte
grundsätzlich eine
konkrete Verhaltensbeobachtung (in der Regel über mind. 24
Stunden),
d.h. die
faktische Umsetzung der Aktivitäten, zugrunde liegen und nicht nur
eine Einschätzung
der prinzipiellen motorischen Fähigkeiten hierzu.
Beaufsichtigungs- oder
Motivationsbedarf
unterliegt definierten Abschlägen in der Einstufung
|
| Zeitbedarf |
bei
24-Std.-Kenntnis
des Patienten
ca. 2 Minuten,
bei der mit höherem Fehleinstufungsrisiko behafteten Einstufung
auf Basis einer
Eigen- oder Fremdbefragung ca. 5 Minuten
|
| Interpretation |
0
-
30
Punkte: weitgehend
pflegeabhängig
|
| 35-80
Punkte: hilfsbedürftig |
| 85-95
Punkte: punktuell
hilfsbedürftig |
| 100
Punkte:
Zustand kompletter Selbständigkeit in den
zugrunde
liegenden Itembereichen und bezogen auf den jeweiligen
Untersuchungskontext |
| Vorzüge |
hoher
Bekanntheitsgrad, weltweite Verbreitung
|
| relativ
einfache
und schnelle Erhebung |
| kein
spezifisches
Instrumentarium erforderlich |
| an
Pflegekräfte
delegierbar |
| hohe
unmittelbare
Anschaulichkeit |
| unter
Zugrundelegung der Einzelitems geeignet für Verlaufskontrollen |
| Einschränkungen |
nicht
unerhebliche Boden- und Deckeneffekte (vgl. die Beispiele 4 zur angemessenen
Bewertung von Assessmentdaten)
|
| zwei
Items mit nur
dichotomer Differenzierung (0 oder 5 Punkte), d.h. nur Unterscheidung
zwischen
komplett oder nicht komplett selbständiger Erfüllung der
Aufgabe möglich, dies
erlaubt keine Darstellung von Teilfortschritten (vgl. die Beispiele 6
zur angemessenen Bewertung von Assessmentdaten) |
| Aussagekraft
des
Summenscores
insbesondere
für die Einzelfallbewertung begrenzt (vgl. die Beispiele 6 zur
angemessenen Bewertung von Assessmentdaten) |
| zur
fachlichen
Beurteilung ist
mindestens
eine Übermittlung der Einzelitemergebnisse erforderlich |
Erhebungsfokus
liegt einerseits auf der Erfassung von
Selbstversorgungsfähigkeiten,
berücksichtigt aber auch Pflegeaufwandsaspekte. Da diese aber
nicht
zwangsläufig immer umgekehrt korrelieren (vgl. die Beispiele 1 zur
angemessenen
Bewertung von Assessmentdaten), kann es
insbesondere im
Zusammenhang mit der Anlage von Harnkathetern oder PEG-Sonden zu
Veränderungen
des BI kommen, die lediglich geänderten Pflegeaufwänden, aber
nicht realen Veränderungen
der Selbstversorgungsfähigkeiten entsprechen.
Dennoch ist eine
unmittelbare quantitative Ableitung des Hilfebedarfs aus dem BI nicht
möglich. |
| Die
Erhebung ist
in begrenztem Umfang auch abhängig von Kontextfaktoren, so dass
Erhebungen in
unterschiedlichen Untersuchungskontexten zu Einstufungsdifferenzen
führen
können (vgl. die Beispiele 2
zur
angemessenen Bewertung
von Assessmentdaten) |
| Erstveröffentlichung |
Mahoney
FI, Barthel DW.
Functional
Evaluation. The Barthel Index. MD
State Med J 1965;14: 61-65. |
Weitere
Literaturhinweise |
Hamburger
Einstufungsmanual zum
Barthel-Index (http://www.bag-geriatrie.de)
Lübke N, Meinck M,
von
Renteln-Kruse W. Der
Barthel-Index in der Geriatrie. Eine Kontextanalyse zum Hamburger
Einstufungsmanual. Z
Gerontol Geriatr
2004;37:316-326
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Download des
Instruments: 
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