INFO
- Service / Assessmentinstrumente in der Geriatrie
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Definition
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Unter
einem
Assessment wird die standardisierte und dokumentierte Einschätzung
des gesamten gesundheitlichen Status in seinen körperlichen,
seelischen und sozialen Aspekten auf den Ebenen von
Körperstruktur, Körperfunktion, Aktivität und Teilhabe
verstanden. |

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Im
engeren Sinne
versteht man unter Assessment die systematische Erhebung eines
funktionellen Status in bestimmten Bereichen zu einem definierten
Zeitpunkt mit standardisierten Instrumenten, die als
Assessmentinstrumente bezeichnet werden. |
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Besondere
Bedeutung
hat das Assessment im Bereich der Geriatrie wegen der Notwendigkeit
einer umfassenden Betrachtung zur Erfassung des Behandlungsbedarfs vor
dem Hintergrund genereller Erhebungsprobleme i.S. eines Underreporting |
| Ziele
des Assessments in der Geriatrie sind: |
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Diagnostik
im Sinne
der ICF der WHO, |
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das
Erkennen von
Risikopatienten und Risikokonstellationen, und |
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die
standardisierte
Erfassung von Fähigkeiten und Beeinträchtigungen als
Grundlage eines therapeutisch-rehabilitativen Gesamtkonzeptes, des
zielgerichteten Einsatzes des therapeutisch-rehabilitativen Teams und
der Evaluation und Verlaufskontrolle der therapeutisch-rehabilitativen
Interventionen. |
| Assessmentebenen
sind: |
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das
Screening zur Erfassung von Auffälligkeiten
und Risiken, welche ein spezielles Vorgehen erfordern, |
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das
Basisassessment zur Erfassung definierter Körperfunktionen bzw.
Aktivitäts- und Teilhabebereiche und |
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das
spezifische Assessment zur notwendigen
Vertiefung bei besonderen Problemstellungen. |
| Zur
angemessenen
Bewertung von Assessmentdaten: |
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muss
bekannt
sein, welchen Erfassungsschwerpunkt und
welchen Erfassungsumfang ein Instrument
besitzt - Beispiele
(1) |
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muss
bekannt
sein, welchen zusätzlichen
Einflüssen das Ergebnis ggf. unterliegt - Beispiele
(2), |
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muss
bekannt sein, dass
Assessmentergebnisse nichts über
Ursachenzusammenhänge aussagen - Beispiele (3), |
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sollten
Vorstellungen über die
Veränderungssensitivität bzw. den Differenzierungsgrad
eines Instrumentes und ggf. gegebener Boden- und Deckeneffekte
bestehen - Beispiele
(4), |
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sollten
Vorstellungen zur praktischen
Durchführung und den Interpretationsspielräumen bei der
Einstufung bestehen - Beispiele (5), |
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müssen
die teststatistischen Grenzen eines
Instrumentes berücksichtigt werden - Beispiele
(6) |
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sind
Grenzwerte und Korridore in der Anwendung auf
den Einzelfall mit kritischer Distanz zu bewerten - Beispiele
(7) |
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ist
zu
berücksichtigen, wann bzw. zu welchem
Zeitpunkt in einer Behandlungskette das Assessment erfolgt ist - Beispiele
(8). |
| Ein
Assessmentergebnis allein
lässt keine valide Allokationsentscheidung bzgl. Krankenhaus,
Rehabilitationseinrichtung oder auch Pflegeeinrichtung zu.
Assessmentergebnisse stellen hierfür aber wichtige
Informationsbausteine dar, bedürfen zu ihrer angemessenen
Interpretation im Rahmen von Versorgungsentscheidungen aber
grundsätzlich zusätzlicher Informationen. |