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INFO
- Service / Assessmentinstrumente in der Geriatrie
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Beispiele zur
angemessenen Bewertung von Assessmentdaten (2):
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Es muss bekannt
sein, welchen zusätzlichen Einflüssen das
Assessmentergebnis ggf. unterliegt.
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Es ist
wichtig zu wissen, welche zusätzlichen,
eigentlich gar nicht im Erfassungsschwerpunkt des Instrumentes
stehenden Aspekte (wie Zusatzerkrankungen oder Kontextkaktoren im Sinne
der ICF) ein Assessmentergebnis beeinflussen können.
Beispiele:
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Es
gibt Patienten, die einen auffälligen Mini Mental State
(MMST) haben, jedoch keineswegs kognitiv eingeschränkt, sondern
depressiv sind. Hier verführt das Ergebnis des MMST zu
Fehlinterpretationen, wenn die depressive Komponente nicht erkannt
wird.
Umgekehrt
kann eine deutliche kognitive Beeinträchtigung zum einen mit einer
depressiven Symptomatik einhergehen, zum anderen die Durchführung
eines entsprechenden Assessmenttest wie der Geriatrischen
Depressionsskala (GDS) auch unmöglich machen.
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Auch
auf die klassischen Tests zu den körperlichen
Selbstversorgungsfähigkeiten (BI und FIM) hat die kognitive
Leistungsfähigkeit Einfluss: Im FIM sind kognitive Aspekte in
einigen Items explizit abgebildet. Im Barthel-Index fließen sie
implizit ein, indem nur Fähigkeiten gewertet werden sollen, die
auch tatsächlich vom Betroffenen im Alltag erbracht werden.
Leistungen, die zwar motorisch möglich wären, aber aus
welchen Gründen auch immer nicht ohne zusätzliche
Fremdmotivation umgesetzt werden, unterliegen einer Abwertung (vgl.
Durchführungshinweise zum BI).
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Insbesondere
die Ergebnisse des BI und des FIM unterliegen auch dem Einfluss von
Kontextfaktoren insbesondere in Form einsetzbarer Hilfsmittel. Ein
halbseitig gelähmter Patient, der im Treppenhaus einer Klinik mit
beidseitigem Handlauf selbständig das Hinauf- und Hinabsteigen von
Treppen erlernt hat, kann dies möglicherweise in der eigenen
Häuslichkeit mit nur einseitigem Geländer oder steileren
Stufen nicht mehr. Ähnliches gilt häufig für das Gehen
am Rollator, das zuhause aufgrund von Schwellen und Teppichen oder der
Enge der eigenen Wohnung gar nicht möglich ist, so dass er dort
entweder auf andere Hilfsmittel (z.B. Handgriffe) oder doch fremde
Unterstützung angewiesen ist. Bereits in der Originalfassung des
Barthel-Index von 1965 wurde darauf hingewiesen, dass diese Faktoren
separat beschrieben werden sollten, um die Validität des
Instrumentes zu erhöhen.
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