Logo KCG
Bild1Bild2Start3Bild4Bild5Bild6
Home   Kontakt   Impressum
>
 Aktuelles
>  Wir über uns:
>  Kurzprofil profile  profile  profile
>  Organisation
>  Arbeitsfelder
>  Kompetenzen
>  Mitarbeiter
>  Leistungsspektrum
>  Beauftragung
>  Flyer
>  INFO-Service
>
Assessments in der Geriatrie
>
  1. Hintergrund
      Beispiele (1)
   Beispiele (2)
      Beispiele (3)
      Beispiele (4)
      Beispiele (5)
      Beispiele (6)
      Beispiele (7)
      Beispiele (8)
>
  2. Instrumente
>
  3. Interpretation
>  Kontakt / Anfahrt
INFO - Service / Assessmentinstrumente in der Geriatrie

Beispiele zur angemessenen Bewertung von Assessmentdaten (2):

Es muss bekannt sein, welchen zusätzlichen Einflüssen das Assessmentergebnis ggf. unterliegt.

Es ist wichtig zu wissen, welche zusätzlichen, eigentlich gar nicht im Erfassungsschwerpunkt des Instrumentes stehenden Aspekte (wie Zusatzerkrankungen oder Kontextkaktoren im Sinne der ICF) ein Assessmentergebnis beeinflussen können.  

Beispiele:
Es gibt Patienten, die einen auffälligen Mini Mental State (MMST) haben, jedoch keineswegs kognitiv eingeschränkt, sondern depressiv sind. Hier verführt das Ergebnis des MMST zu Fehlinterpretationen, wenn die depressive Komponente nicht erkannt wird.
Umgekehrt kann eine deutliche kognitive Beeinträchtigung zum einen mit einer depressiven Symptomatik einhergehen, zum anderen die Durchführung eines entsprechenden Assessmenttest wie der Geriatrischen Depressionsskala (GDS) auch unmöglich machen.

Auch auf die klassischen Tests zu den körperlichen Selbstversorgungsfähigkeiten (BI und FIM) hat die kognitive Leistungsfähigkeit Einfluss: Im FIM sind kognitive Aspekte in einigen Items explizit abgebildet. Im Barthel-Index fließen sie implizit ein, indem nur Fähigkeiten gewertet werden sollen, die auch tatsächlich vom Betroffenen im Alltag erbracht werden. Leistungen, die zwar motorisch möglich wären, aber aus welchen Gründen auch immer nicht ohne zusätzliche Fremdmotivation umgesetzt werden, unterliegen einer Abwertung (vgl. Durchführungshinweise zum BI).

Insbesondere die Ergebnisse des BI und des FIM unterliegen auch dem Einfluss von Kontextfaktoren insbesondere in Form einsetzbarer Hilfsmittel. Ein halbseitig gelähmter Patient, der im Treppenhaus einer Klinik mit beidseitigem Handlauf selbständig das Hinauf- und Hinabsteigen von Treppen erlernt hat, kann dies möglicherweise in der eigenen Häuslichkeit mit nur einseitigem Geländer oder steileren Stufen nicht mehr. Ähnliches gilt häufig für das Gehen am Rollator, das zuhause aufgrund von Schwellen und Teppichen oder der Enge der eigenen Wohnung gar nicht möglich ist, so dass er dort entweder auf andere Hilfsmittel (z.B. Handgriffe) oder doch fremde Unterstützung angewiesen ist. Bereits in der Originalfassung des Barthel-Index von 1965 wurde darauf hingewiesen, dass diese Faktoren separat beschrieben werden sollten, um die Validität des Instrumentes zu erhöhen.
HTML-valide letzte Änderung: 05.06.2009 I webmaster